27. Januar 2017 – Gedenken an die Opfer des Holocaust in Zittau

Oberbürgermeister Thomas Zenker, Pfarrer Thomas Cech (Kath. Pfarrei Zittau) und Pastor Matthias Zieboll (Ev.-Methodistische Gemeinde Zittau)

An diesem Tag gedachten neben Oberbürgermeister Thomas Zenker, Pfarrer Thomas Cech (Kath. Pfarrei Zittau) und Pastor Matthias Zieboll (Ev.-Methodistische Gemeinde Zittau) weitere 40 Menschen den Opfern des Holocaust. Darunter auch Mitarbeiter des Gerhart-Hauptmann-Theaters und Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Zittauer Stadtrat.

Oberbürgermeister Thomas Zenker anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Holocaust:

Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon. Max Mannheimer

Heute vor 72 Jahren wurde durch die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz mit seinen Nebenlagern befreit. Dies war und ist der Anlass, mit einem internationalen Gedenktag der Opfer des Holocausts zu gedenken. Und dabei keinesfalls zu vergessen, wie es dazu kommen konnte. Dass es Menschen wie wir waren, die dieses unermessliche Verbrechen zuließen. Wer dieses Gedenken und Bewusstmachen als Schuldkult verunglimpft, beweist in meinen Augen den Willen, sich von der ethischen Überzeugung, die unser heutiges Leben bestimmt, bewusst zu entfernen. Beschäftigen wir uns mit Mannheimer oder Wiesel, oder aber mit den in Zittau verloren gegangenen Biografien, dann wissen wir, dass wir alles dafür tun müssen, dass dies nie wieder geschehen kann.

Wer sich die Zeit nehmen kann, der ist herzlich eingeladen, am 27.1. um 10 Uhr einer Gedenkstunde am Klieneberger Platz in Zittau beizuwohnen. Wer diese Zeit nicht hat, findet in Zittau genügend Orte sich mit dem Holocaust, der auch vor unserer Haustür seine Opfer fand, zu beschäftigen.

„Wer sich dazu herbeilässt, die Erinnerung an die Opfer zu verdunkeln, der tötet sie ein zweites Mal.“ Elie Wiesel

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