Antifaschistisches Engagement ist nach wie vor notwendig

Antifaschistisches Engagement
Antifaschistisches Engagement

13. Februar und 7. Juni Dresden, 12. April Plauen, 05. März Chemnitz – das sind Termine, die bereits jetzt unter der Rubrik „antifaschistische Aktion“ in den Terminkalender für das kommende Jahr eingetragen werden sollten.

Im Jahr 2014 werden die Vertreter_innen in das europäische Parlament, in die kommunalen Räte sowie in den Sächsischen Landtag gewählt. Es ist davon auszugehen, dass die extreme Rechte für die Verbreitung ihrer Ideologie der Ungleichwertigkeit und zur Wahlwerbung die vorgenannten Demonstrationstermine nutzen wird.

Unter der Überschrift „Wieder Setzen! Nazis blockieren! Sit down again! – Block Nazis! Gegen Opfermythos und Naziaufmarsch.“ mobilisiert das Bündnis „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ gegen den sogenannten „Trauermarsch“ der extremen Rechten. Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wollen sie die Geschichte verdrehen und verbreiten den Mythos von der „unschuldigen Stadt“. In den letzten Jahren sind sie, dank der tausenden Menschen die sich ihnen in den Weg stellten, mit dem Versuch gescheitert.

In Plauen und Chemnitz versuchen Geschichtsrevisionist_innen und Co. anlässlich der Bombardierung der Städte ebenfalls einen Trauermarsch als festen Bestandteil im Terminkalender der rechten Szene zu verankern. Mit zunehmendem Erfolg gab es in beiden Städten antifaschistische Aktionen gegen diese Umtriebe. Im Jahr 2013 konnte beispielsweise der Aufmarsch in Chemnitz erstmals effektiv blockiert und damit verkürzt werden.

Für den „Tag der deutschen Zukunft“ am 07. Juni 2014 in Dresden wird unter dem ausländerfeindlichen Moto „Unser Signal gegen Überfremdung!“ geworben. Dies geschieht bewusst in einer Zeit, in der es täglich zu Übergriffen gegen Asylsuchende und deren Unterbringungen kommt. Antifaschistische Demonstrationen, zum Beispiel im sächsischen Schneeberg, haben gezeigt, dass dies nicht unwidersprochen bleibt.

Es bleibt dabei, antifaschistisches Engagement ist nach wie vor notwendig. In Dresden, Plauen, Chemnitz und natürlich auch außerhalb Sachsens.

Dieser Artikel erschien in den „Antifaschistischen Nachrichten„, Ausgabe 25/26.

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