Betreuung im Asylbewerberheim Niesky schlecht, dezentrale Unterbringung ist besser

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte hat der Sächsische Ausländerbeauftragte Professor Martin Gillo seinen „Heim-TÜV“-Bericht über den Zustand der sächsischen Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende vorgestellt. Darin wurde auch festgestellt, dass die Betreuung im Nieskyer Heim für Asylsuchende schlecht ist.

Dazu erklärt der Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE im Kreistag Görlitz und Kreisrat Jens Thöricht:
Von unabhängiger Seite wurde mit dem „Heim-TÜV“ dokumentiert, dass die Betreuung im Nieskyer Asylbewerberheim schlecht ist. Die Fraktion DIELINKE im Kreistag Görlitz fordert daher den Betreiber auf, diesen Zustand umgehend zu verbessern. „Soziale Betreuung ist ein wesentliches Kriterium für eine menschenwürdige Unterbringung von Asylbewerbern und Geduldeten in Gemeinschaftsunterkünften“, stellt der Integrationsbeauftragter Professor Gillo in seinem Bericht klar. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Die örtliche Landtagsabgeordnete der LINKEN, Kathrin Kagelmann, ergänzt:
“Die Verbesserung der Betreuung  kann nur ein erster Schritt sein, denn Gemeinschaftsunterkünfte bieten kaum Privatsphäre, die Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Gewohnheiten leben auf engstem Raum, was häufig zu Spannungen führt. Die Fraktion DIE LINKE – im Land- und im Kreistag – setzt sich dafür ein, Asylsuchende dezentral unterzubringen, um ihnen menschenwürdige Verhältnisse zu bieten.“

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