Gedenkveranstaltung anlässlich des Tages der Befreiung am 8. Mai

Ansprache des stellvertretenden Oberbürgermeisters Jens Hentschel-Thöricht

Anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus fand am 08. Mai auf dem Zittauer Frauenfriedhof eine Kranzniederlegung an den Gräbern sowjetischer Kriegsopfer statt. Dazu hatte DIE LINKE. Zittau eingeladen. Mehr als 50 Menschen legten anschließend Blumen an den Gräbern der sowjetischen Befreier nieder. Darunter auch polnische und tschechische Antifaschisten.

Im Namen des Oberbürgermeisters erinnerte sein Stellvertreter Jens Hentschel-Thöricht daran, dass am 8. Mai 1945 die faschistische Wehrmacht bedingungslos kapitulierte und somit dieses Datum für das Ende des zweiten Weltkrieges steht. 1985 prägte Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Wort vom 8. Mai als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ und manifestierte damit diesen Tag als Tag der Erinnerungskultur in Deutschland.

Hentschel-Thöricht machte deutlich, dass es der 8. Mai nicht nur ein Gedenktag, sondern auch ein Feiertag ist. Die Kapitulation des faschistischen Regimes, das Ende der Nazidiktatur kann nur gefeiert werden.

Jedoch fand der stellvertretende Oberbürgermeister auch mahnende Worte. „Ein Rechtsruck sondergleichen hat die Gesellschaft erfasst. Ich begreife das Aufkommen des Faschismus in den 20iger und 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und bekomme Angst vor den Folgen, auch in unserer Stadt. Dem Nazifestival in Ostritz haben sich mehr als tausend Menschen dieser Stadt und der Umgebung entgegengestellt. Danke dafür. Der amerikanische Philosoph George Santayana sagte einmal: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Wir, die wir heute hier stehen, wollen nicht, dass sich diese Vergangenheit wiederholt“, so Hentschel-Thöricht.

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