Kreistag 13. Mai 2015: Kreis schreibt Sozialstrukturatlas fort und beschließt Prozess der medizinischen Versorgung zu begleiten

Mit sieben öffentlichen Punkten war die Tagesordnung recht überschaubar. Die kurze Tagesordnung, die zu behandelnden Themen und der vor der Tür stehende Feiertag versprachen eine kurze Sitzung. So endete der Kreistag bereits nach rund zwei Stunden.

Fortschreibung des Sozialstrukturatlas

Diese wurde im Kreistag vorgestellt und baut auf die erste Ausgabe aus dem Jahr 2012 auf und stellt einen detaillierten Überblick über die soziale Struktur im Landkreis zur Verfügung. „Die umfassende Sozialberichterstattung ist eine gute Möglichkeit, die Ergebnisse der Integrierten Sozialplanung transparent zu machen. Sie dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für den Kreistag und der Verwaltung.“, so der Landrat. Dem können wir als LINKE nur zustimmen.

Prozess der medizinischen Versorgung im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge

„Der Landkreis sichert seine medizinische Versorgung durch die Krankenhäuser in Weißwasser, Niesky, Rothenburg, Görlitz, Zittau und Ebersbach/ Sa. Sowie ein Netz von niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Apotheken.“, ist auf der Homepage des Landkreises zu lesen.
Das Thema ärztliche Versorgung hat im Kreistag oberste Priorität. Die Mitglieder des Kreistages sehen in ihrer Unterstützung für eine flächendeckende gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung eine der wesentlichen Zukunftsaufgaben kommunaler Selbstverwaltung.
Jedoch kann der Kreistag nur begrenzt wirken. Die ambulante medizinische Versorgung hat der Gesetzgeber der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. Und diese stellt gerade bei der hausärztlichen Versorgung fest, dass keine Unterversorgung herrscht. Der Versorgungsgrad mit Hausärzten liegt im Planungsbereich Niesky bei 106,3 Prozent, im Planungsbereich Görlitz bei 91,7 Prozent. Von einer Unterversorgung ist jedoch erst bei 75 Prozent die Rede. Da jedoch davon auszugehen ist, dass in wenigen Jahren viele Hausärzte in Rente gehen, muss der Kreis bereits jetzt den Prozess der medizinischen Versorgung ständig im Sinne der örtlichen Daseinsvorsorge begleiten. Der Beschlussvorlage wurde natürlich zugestimmt.

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