Lang/Thöricht: In Schneeberg Rassismus und Naziideologie entschlossen entgegenzutreten

Nächster Fackelmarsch in Schneeberg angemeldet / Antirassistische Demo stellt sich dagegen / „Nicht auf die dumpfen Parolen der Nazis hereinfallen“

Nachdem am 19. Oktober 2013 über 1.000 Menschen bei einem von NPD-Kreisen angemeldeten sogenannten „Lichtlmarsch“ zusammen mit Nazis gegen ein neues Asylsuchendenheim in Schneeberg demonstriert haben, meldete die NPD nun für kommenden Samstag wieder ein ähnliches Spektakel an. Es steht zu befürchten, dass dieses Mal noch mehr Menschen dem Aufruf der Nazis folgen werden und damit deren rassistischen Parolen in Schneeberg auf die Straße tragen.

Dazu erklärt Silvio Lang, Mitglied des Landesvorstandes der Sächsischen LINKEN und dort zuständig für Antifaschistische Politik: „Die Stimmungsmache der NPD gegen die Unterkunft für Asylsuchende in Schneeberg erinnert fatal an Rostock oder Hoyerswerda Anfang der 1990er Jahre. Auch damals wurden Vorurteile und Hass geschürt, gezielt Ängste der Bevölkerung aufgebaut und ausgenutzt.“ Dabei gelte damals wie heute, so Lang weiter, dass es überhaupt keinen Grund für Ressentiments gibt. „Die Menschen in Schneeberg sollten daher nicht auf die dumpfen Parolen der Nazis herein fallen.“, fordert Lang. „Wer den Schritt geht und sich in eine Demonstration von Faschist_innen einreiht, macht sich mit deren Ideologie und Meinungen gemein. Ich begrüße daher, dass die ‚ISAAG – Initiative sächsischer Antifa & Antira Gruppen‘ eine Antirassistische Gegendemonstration in Schneeberg angemeldet hat.“

Der Anmelder der Demonstration Jens Thöricht ergänzt: „Gerade in Zeiten wiederaufflammender Fremdenfeindlichkeit in Sachsen ist es notwendig, Rassismus und Naziideologie frühzeitig, entschlossen und zahlenreich entgegenzutreten.“

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