Soziale Leistungen im Landkreis Görlitz müssen gesichert werden!

Mit einem Schreiben an die Fraktionen und den Landrat wendeten sich Träger Sozialer Dienstleistungen an den Landkreis und forderten Klarheit und Sicherheit in der aktuellen Finanzierung.

„Die soziale Infrastruktur im Landkreis darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Nicht nur als wichtige Grundsäule der Lebensqualität im Landkreis, der Unterstützung für hilfebedürftige Menschen, sondern besonders auch als Arbeitgeberin sind die Träger sozialer Dienstleistungen enorm wichtig. Wer hier spart, gefährdet den sozialen Frieden im Landkreis“, so die Mitglieder der Linksfraktion im Kreistag Görlitz.

Jens Hentschel-Thöricht, Kreisrat der LINKEN und Mitglied im Ausschuss Gesundheit und Soziales: Wir fordern eine langfristige eindeutige finanzielle Absicherung, welche in anderen Bereichen auch möglich ist. Die Folgen der Coronakrise dürfen trotz komplizierter Situation nicht zu weiterer Verunsicherung führen. Die Problemlagen gerade in Familien sind vielschichtig, ein Abdriften der Hilfen würde ihre Herausforderungen im Landkreis noch vervielfältigen. Dies abzuwenden und Familien zu stärken, Fachkräfte zu halten und soziale Spannungen abzubauen muss jetzt oberste Priorität haben. Wo Milliarden in Rettungsschirme von Großkonzernen gesteckt werden, wäre eine faktische Kürzung bei den Menschen vor Ort kontraproduktiv.
Zudem gehen wir davon aus, dass auch nach dem Auslaufen von Pilotphasen Anschlussfinanzierungen durch den Freistaat zu erwarten sind. Alles andere wäre ein weiterer Fehler der Landesregierung. Der „vorsichtige Kaufmann“ ist kein guter Ratgeber, wenn es um Hilfe für Kinder und ihre Familien geht. Deutlicher: Freiwillige Vorsorge ist preiswerter für den Landkreis als teure Pflichtaufgaben „wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“.

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