Vergessene Erinnerung

Unter diesem Titel stand die Gedenkveranstaltung für die ermordeten Dresdner Jüd_innen, welche am 16. Februar 2012 am Neustädter Bahnhof in Dresden stattfand. Diese hatte das Kulturbüro Sachsen organisiert.

150 Menschen hatten sich vor der Gedenktafel eingefunden, welches an die deportierten Dresdner Jüd_innen erinnert. Der Bahnhof spielte bei den Deportationen eine Schlüsselrolle. Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Der 16. Februar 1945 sollte der letzte Deportationstag für die noch in Dresden verbliebenen Jüd_innen sein. Die Deportationen konnten aufgrund der Bombenangriffe nicht mehr stattfinden. Die Tage, Monate und Jahre zuvor waren für die jüdische Bevölkerung geprägt von Angst, von Beschimpfungen durch Nachbar_innen, (ehemalige) Mitschüler_innen und Kolleg_innen und vom Verschwinden ganzer Familien und vieler Freund_innen.

Nach der musikalischen Eröffnung sprach Stephan J. Kramer, der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland. Er erinnerte an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in Dresden und  bedankte sich bei den Anwesenden mit den Worten: „Dass Sie hier sind zeigt mir, dass Sie nicht Gleichgültig sind. Denn das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.“.

Im Anschluss wurden Blumen und Kränze an der Gedenktafel niedergelegt. Für DIE LINKE. Sachsen waren die Mitglieder des Landesvorstandes Michaela Vogel und Jens Thöricht anwesend. Die stellvertretende Vorsitzende der Dresdner Stadtratsfraktion der LINKEN Margot Gaitzsch legte Blumen nieder. Ebenfalls wurde Jugendverband linksjugend [solid´] Dresden durch den amtierenden Schatzmeister Robert Bünting und Michael Rümmler vertreten. Der örtliche Stadtverband des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde durch Gisela Wedekind vertreten.

Die Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind gestattet.