Zittau nimmt sich auf Antrag der LINKEN den Problemen der Kleingärtner an

Bundesweit gibt es über eine Million Kleingärten, die von ca. 5 Millionen Menschen genutzt werden. Der Kleingartenbesitz ist nicht auf bestimmte soziale Gruppen beschränkt. Kleingärtner und Kleingärtnerinnen kommen aus allen Schichten der Bevölkerung. Eine besondere Bedeutung erfährt der Kleingarten für Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und Familien mit geringem Einkommen. Sonst oft ausgegrenzt, können sie hier vielfältige soziale Kontakte pflegen. Kleingärtnerinnen und Kleingärtner erbringen einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz und für die Umwelterziehung.
Das Kleingartenwesen ist sehr wichtig in seiner sozialen Funktion, seinen ökologischen Wirkungen, seinen landschafts- und städtegestalterischen Aspekten, seinen Schutzfunktionen für Flora und Fauna.
Kleingärten sollen auch für die Urlaubsgestaltung und für die Sommernutzung offen sein. Das ist angesichts von Arbeitslosigkeit und zunehmender Altersarmut äußerst wichtig.
DIE LINKE setzt sich insbesondere auch für eine Förderung von interkulturellen Kleingartenanlagen oder Gärten ein. Sie können einen wichtigen Beitrag für ein freundschaftliches Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft leisten.
Jens Hentschel-Thöricht, Vorsitzende der LINKEN im Stadtrat Zittau:
Unsere Kleingartenvereine haben Probleme. Diese sind im „Fachteil Kleingärten zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ zwar benannt, Lösungsmöglichkeiten jedoch eher nicht.
Daher schlägt DIE LINKE im Stadtrat Zittau vor, den Landes- und Bundesverband zu einer gemeinsamen Beratung mit Stadtverwaltung, Kleingärtnern und Stadträten einzuladen. Bei dieser werden die Herausforderungen und Lösungen für die Zukunft beraten mit dem Ziel die zukünftige Belastung für dies Kleingartenverein zu minimieren.

Der Beschlussvorschlag wurde mit 22 Ja Stimmen und 2 Enthaltungen am 31. Mai 2018 angenommen.

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