Zittau verwendet kein krebserzeugendes Granulat auf Kunstrasenplatz in der Weinau

Auf vielen Sportanlagen mit Kunstrasenflächen wird der Kunstrasen regelmäßig mit einem Granulat bestreut, um ihn zu stabilisieren. Bei diesem Granulat handelt es sich überwiegend um geschredderte Altreifen. Reifen wurden bei ihrer Herstellung bis Ende 2009 mit Weichmacherölen behandelt, die in hohen Konzentrationen sog. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthielten. Seit 2010 ist wegen nachgewiesener Krebswirkung durch die PAK deren Verwendung in Reifen in ganz Europa praktisch verboten.

Das gelieferte Granulat ist in der Regel nicht gekennzeichnet, wie alt die Reifen waren, aus dem es geschreddert wurde und wie viel PAK das Granulat enthält. Untersuchungen aus mehreren Kommunen zeigen, dass in dem dort verwendeten Granulat die Grenzwerte für das krebserzeugende PAK z.T. um das 100-fache überschritten wurden.

Nachgefragt zum Thema Granulat

Aus diesem Grund fragte der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Zittau Jens Hentschel-Thöricht nach, die Antwort der Verwaltung lässt aufatmen:

Ist der Verwaltung der Kommune bekannt, welche PAK-Gehalte dieses Granulat enthält?

„Bei dem von uns verwendeten Granulat beträgt die Summe der 8 EU-Pak 15,0 mg/kg und liegt somit deutlich unter dem Grenzwert.“, so Oberbürgermeister Zenker in seiner Antwort.

Hentschel-Thöricht fragte weiter: Was wird die Kommune Zittau unternehmen, um zukünftig eine Gefährdung von Sporttreibenden, insbesondere Kindern auf Kunstrasenfläche mit Granulatbehandlung zu verhindern?

Oberbürgermeister Zenker in seiner Antwort: Die Stadt Zittau wird weiterhin bei der Beschaffung von neuen Granulat auf die Einhaltung der Grenzwerte achten. Von dem derzeit verwendeten Granulat geht keine Gefahr für die Nutzer der Sportfläche aus, somit hat die Stadt Zittau auch keinen Handlungsbedarf.

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