Zittauer Oberbürgermeister gespaltene Persönlichkeit?

Ob der Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt eine gespaltene Persönlichkeit ist, fragt sich Jens Thöricht, Zittauer Stadtrat der LINKEN.

Er hatte auf der Stadtratssitzung im November 2012 das Zittauer Stadtoberhaupt gebeten, bei der Theaterleitung  zu intervenieren und darauf zu dringen, dass die frei gewordenen Stellen beim Ensemble des Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theaters neu besetzt werden. Die sächsische Zeitung berichtete im vergangenen November, dass wenn es nach Caspar Sawade, dem kaufmännischen Direktor, geht, das Ensemble bereits ab der nächsten Spielzeit nur noch neun Darsteller umfassen soll.

In der nun vorliegenden Antwort des Oberbürgermeister teilt dieser mit: „Es ist sehr bedauerlich, dass das vom Theater umzusetzende Konsolidierungskonzept mit Reduzierungen beim Angebot und Personal, vor allem in der Schauspielsparte und damit im Zittauer Haus verbunden ist. Zur konkreten Umsetzung des Sparkonzeptes liegen mir als Oberbürgermeister keine Informationen vor. Somit habe ich keine Basis für diesbezügliche Gespräche mit der Geschäftsführung des Theaters.“

Thöricht fragt sich, ob der Oberbürgermeister der Stadt Zittau, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrates des Theaters ist, eine gespaltene Persönlichkeit hat. Als Aufsichtsrat kennt er die Entscheidungen zum „Kürzungskonzept“ des Theaters – als Stadtoberhaupt müsste er entsprechende Handlungen daraus ableiten können. Die Gründung einer Theaterstiftung ausschließlich zu Gunsten des Zittauer Theaters ist der falsche Weg. Vor allem auch deshalb, da „sich die Bürgerschaft finanziell für den Erhalt ihres Theaters“ engagieren soll –wozu zahlen diese dann Steuern?

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